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Fliese aus der Ausstellung

Was unsere Urgroßeltern schufen

Die Vervollständigung der Fliesensammlung der „Plattenfabrik Boizenburg“
1903 – 1935


Vor gut 11 Jahren erhielten wir von dem Fliesensammler und Fliesenhistoriker Ulrich Hamburg aus Radevormwald die erste Sammlung Boizenburger Fliesen. Diese bildete den Grundstock für die noch heute existierende Ausstellung „100 Jahre Fliesenwerke Boizenburg“.

Sie wurde damals gemeinsam durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Jugend- und Kulturstiftung der Kreissparkasse Ludwigslust finanziert und uns als Dauerleihgabe überlassen.

Herr Ulrich Hamburg wurde dann von unserem Museum dazu ermuntert, im Internet sowie auf Märkten nach weiteren historischen Boizenburger Fliesen zu suchen. Er machte sich sofort ans Werk. Im Jahr 2015 konnte er uns mitteilen, dass er eine zweite Sammlung Boizenburger Fliesen zusammengetragen hatte und bot sie uns zum Verkauf an.

Fliese aus der AusstellungFliese aus der Ausstellung
Fliese aus der AusstellungFliese aus der Ausstellung

Auf der Mitgliederversammlung im September 2015 wurde dann beschlossen, einen weiteren Antrag zum Ankauf einer zweiten Sammlung an die Ostdeutsche Sparkassenstiftung zu stellen. Im November 2016 erfolgte dann freundlicherweise erneut die Zusage der finanziellen Unterstützung. Hierfür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Ulrich Hamburg für die fleißige Arbeit. Ohne Ihn würden wir nie diese umfangreiche Boizenburger Fliesensammlung zeigen und bewundern können.

Am 12. Mai 2017 erfolgte – nach Abholung in Radevormwald und nach fotografischer Erfassung und Archivierung - die feierliche Übergabe der Sammlung durch Vertreter der Ostdeutschen Sparkassenstiftung an das Erste Deutsche Fliesenmuseum.

Nach dem Ankauf der ersten Sammlung von 393 Fliesen, kamen dann mit der zweiten Sammlung weitere 254 Fliesen als optimale Ergänzung dazu.
Unterstützt durch ca. 75 Fliesen aus der Sammlung von Herr Dr. Thomas Rabenau sowie ca. 85 Fliesen aus dem eigenen Bestand des Fliesenmuseums, befinden sich nun über 800 Fliesen in der neuen Ausstellung. Diese können wir nun unter dem Titel „Was unsere Urgroßeltern schufen“ bewundern.

Bereits ab März 2017 erfolgten durch unseren Vorstand und zwei ehrenamtliche Mitglieder diverse Umbaumaßnahmen für die neue Ausstellung.
Stets waren der Montag und der Mittwoch für Abbau, Umbau, Renovierungs-maßnahmen, Malerarbeiten, Reinigungsarbeiten und Aufräumarbeiten ausgebucht. Wir mussten das gesamte Museum umstrukturieren, um im unteren Geschoss die komplette Sammlung Boizenburger Fliesen aus frühindustrieller Herstellung präsentieren zu können. Wir sind froh es geschafft zu haben.

Fliese aus der Ausstellung





50 Jahre Blütezeit Deutscher Fliesen

Gründerzeit - Jugendstil - Art Déco


Das Museum zeigt aus der Sammlung des Herrn Dr. Thomas Rabenau, Stuttgart, Wand- und Bodenfliesen der Hersteller „Steingut- und Mosaikfabrik Villeroy & Boch, Mettlach“ von etwa 1880 bis 1930 und der „Boizenburger Platten, Duensing-Bicherox-Werke“ aus der Blütezeit wohlgestalteter Fliesen von 1903 bis etwa 1930. Damit sei Tribut gezollt der Fliesenstadt Boizenburg als Heimstadt der Institution, denn seit 1903 existiert in Boizenburg eine Fliesenfabrik.
Das 250. Betriebsjubiläum der Fa. Villeroy & Boch, Metlach, ist Anlaß, eine große Anzahl ihrer schönsten Fliesen zu zeigen und ihr auf diese Weise Respekt zu zollen und zu gratulieren.





Eine Dauerleihgabe der Sammlung Ludwig

Historische Fliesen und Fliesenbilder aus drei Jahrhunderten


Von der „Peter und Irene LUDWIG - STIFTUNG“ mit Sitz in Aachen wurde das
ERSTE DEUTSCHE FLIESENMUSEUM BOIZENBURG e.V. nach Empfehlungen des Fliesenhistorikers, Wilhelm Joliet aus Königswinter, und nach einem Besuch des Stiftungsvorstandes in unserem Museum für würdig befunden, ein Konvolut an Fliesen und Fliesenbildern des Sammelehepaares Irene und Peter Ludwig als Dauerleihgabe zu überlassen.

Die Sammlung besteht aus etwa 500 Einzelfliesen und etlichen Fliesentableau's aus dem 17. bis 19. Jahrhunderts. Deren Ursprungsländer sind überwiegend die Niederlande und Spanien, England und Deutschland.

Ausstellung englische Fliesen

Wir empfinden diese Entscheidung der Ludwig – Stiftung als hohe Anerkennung der Qualität und Kompetenz unserer Einrichtung und als hohen Vertrauensbeweis.

Mit der Errichtung der Dauerausstellung der Exponate dieser Leihgabe im Frühjahr 2012 erweiterten wir das Repertoir unseres Museums um einen bedeutenden geschichtlichen Abschnitt der europäischen Fliesenkultur und erhöhten somit das Image unserer Einrichtung im internationalen Vergleich. Für die Fliesenstadt Boizenburg und die Region Mecklenburg-Vorpommern ist das eine kulturelle Bereicherung und eine Steigerung der touristischen Attraktivität.





Lothar Scholz
Dipl. Baukeramiker, Kunstmaler und Fliesenkünstler

* 27.6.1935     † 3.4.2015

Leben & Gesamtwerk


Lothar Scholz bei der Arbeit

Die Dauerausstellung gibt einen Einblick in das Leben und Werk des außergewöhnlichen kreativen und international geachteten Kunstkeramikers und Kunstmalers.

Lothar Scholz war Mitbegründer des Ersten Deutschen Fliesenmuseums, das sich als ehrenamtlich geführte Einrichtung unter seinem Vorsitz zu einem der bedeutendsten europäischem Institutionen dieser Art entwickelte.

Fliesenwandbild von Lothar Scholz

Der sehr schöne, informative und umfassende Werk-Katalog "Lothar Scholz - Fliesenkunst, Malerei, Baugestaltung", erschienen in erweiterter Zweitauflage 2010 zum 75. Geburtstag des Künstlers, ist noch erhältlich. Er kann für 15,00 € zuzüglich Versandkosten in Höhe von 3,90 € schriftlich, per Fax, per e-mail oder telefonisch beim Fliesenmuseum bestellt werden.

Fliesenvignette an der Fassade der Elbe-Buchhandlung Boizenburg von Lothar Scholz





Unsere Schauwerkstatt

Die Fliesenherstellung –
eine künstlerische und handwerkliche Meisterleistung


“Aus welchem Material bestehen Fliesen?”
“Wie wird aus Tonpulver eine feste Fliese?”
“Wie kommen die Muster, die Farben und der Glanz auf die Fliesen?”

Dauerausstellung Fliesenherstellung Schauwerkstatt

In der Schauwerkstatt können die Besucher die Rohstoffe, Farben und Werkzeuge, sowie die verschiedenen Dekorationsabläufe sehen und sich über die verschiedenen Herstellungsmöglichkeiten informieren.

Sie sind neugierig geworden?
Die Schauwerkstatt ist eine Dauerausstellung, ein Besuch lohnt sich.
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